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Atomprofiteure stilllegen - Fahrraddemonstration in Frankfurt am Main

erstellt von Max Moritz zuletzt verändert: 30.09.2012 18:28
An der Fahrrad-Demonstration „Atomprofiteure stilllegen weltweit!“ aus Anlass des internationalen Uranaktionstags am 29. September 2012 in Frankfurt haben bis zu 150 Menschen teilgenommen.
Atomprofiteure stilllegen - Fahrraddemonstration in Frankfurt am Main

Strike Bike gegen AKW


Die Demonstration richtete sich unter anderem gegen die in Frankfurt-Bockenheim ansässige Urangesellschaft, die weltweit den Abbau und den Handel von Uran organisiert. Der Sprecher Initiative „Anti Atom Plenum Frankfurt“ hob hervor, dass die Urangesellschaft mitverantwortlich für die irreversible Verseuchung ganzer Landstriche und in der Folge für Krebs und andere schwere Gesundheitsschäden bei den Menschen in der Umgebung der Minen verantwortlich sei.

Vor dem Tower von PriceWaterHouseCoopers (PWC) sprachen sich die TeilnehmerInnen gegen Hermes-Bürgschaften für Atomanlagen aus. PWC ist von der Bundesregierung mit der Ausführung dieser Bürgschaften beauftragt.

In einer bewegenden Rede wies ein Teilnehmer vor dem Indischen Konsulat auf den anhaltenden Widerstand gegen das indische Atomkraftwerk Kundankulam hin. Die DemonstrantInnen gedachten mit vor dem Konsulat niedergelegten Blumen und einer Schweigeminute den drei Atomkraftgegnern, die bei friedlichen Demonstrationen von der indischen Staatsgewalt ermordet wurden.

Reinhard Albrecht, Sprecher der Initiative „Anti Atom PlenumFrankfurt“ erklärt: Der Halt am indischen Konsulat war uns sehr wichtig, denn wir wollen unsere Solidarität mit den AtomkraftgegnerInnen in Indien ausdrücken. Wir sind wütend und entsetzt über die Brutalität, mit der der indische Staat versucht, den Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen das AKW Kundakulam zu brechen.“

Nach einem Zwischenstopp bei der IG Metall war die letzte Station der Demonstration die Firma Areva in Offenbach-Kaiserlei. AREVA, eines der weltweit größten Unternehmen im AKW-Sektor, welches zum überwiegenden Teil im Besitz des französischen Staates ist, baut aktuell z.B. das finnische AKW Olkiluoto, ein AKW neuester Bauart (Druckwasserreaktorlinie EPR). Es ist das erste westeuropäische AKW, das nach der Katastrophe von Tschernobyl geplant wurde und ans Netz gehen soll. „Wir fordern, dass Areva sich umgehend aus dem Atomgeschäft zurückzieht und in sofortige Verhandlungen über eine Entschädigung der Opfer des Uranabbaus in Niger eintritt“, forderte Reinhard Albrecht vor der AREVA.

Albrecht erklärte zum Ende: „Der heutige Tag hat gezeigt, dass auch in Frankfurt die Anti-Atom-Bewegung weiterhin wachsam und aktiv ist. Wir werden einen Ausstieg vom Ausstieg nicht hinnehmen und den Druck auf die lokalen Atomprofiteure und die großen Energiekonzerne RWE, EnBW, E.on und Vattenfall weiter aufrecht erhalten.“

Zum Abschluss skandierten die TeilnehmerInnen „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!“

Weitere Infos unter: http://stilllegen.blogsport.de

Pressemitteilung des Anti-Atom-Plenums Frankfurt, Kontakt: Reinhard Albrecht unter stilllegen_ffm@ymail.com

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